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Ratgeber · zuletzt geprüft 11. Juni 2026

Wettsteuer Österreich 2026

In Österreich fällt auf jeden Wetteinsatz eine Wettgebühr von 2 % an — deutlich weniger als die 5 % in Deutschland. Wir erklären, wer sie zahlt, wie sie verrechnet wird und worauf Sie bei der Wahl eines transparenten Anbieters achten sollten.

Die Wettsteuer in Österreich — korrekt: die Wettgebühr — beträgt 2 % auf den Wetteinsatz. Rechtsgrundlage ist § 33 TP 17 des Gebührengesetzes (GebG). Für österreichische Wettende ist das eine erfreuliche Nachricht, denn im Vergleich zum deutschen Satz von 5 % fällt die Abgabe niedrig aus und wird in den allermeisten Fällen vom Buchmacher selbst getragen.

Wer die Wettgebühr zahlt

Rechtlich schuldet der Buchmacher die Gebühr. In der Praxis gibt es drei Varianten:

  • Anbieter trägt die Gebühr: der häufigste Fall — für Sie ändert sich nichts.
  • Abzug vom Einsatz: die 2 % verringern den effektiv gewetteten Betrag.
  • Abzug vom Gewinn: die Quote wird faktisch leicht reduziert.

Welche Variante gilt, steht in den AGB oder am Wettschein. Ein transparenter Anbieter macht das deutlich.

Ein Rechenbeispiel

Bei einem Einsatz von 100 € entspricht die Wettgebühr 2 €. Trägt der Anbieter diese selbst, wetten Sie die vollen 100 € zur angegebenen Quote. Wird sie vom Einsatz abgezogen, landen 98 € im Spiel. Der Unterschied ist gering, summiert sich für Vielwettende aber über die Zeit.

Sind Wettgewinne steuerpflichtig?

Für private Wettende sind Gewinne aus Sportwetten in Österreich grundsätzlich nicht einkommensteuerpflichtig. Die einzige relevante Abgabe ist die Wettgebühr von 2 %, die der Anbieter abwickelt. Dieser Ratgeber dient der Information und ersetzt keine Steuerberatung.

Worauf Sie achten sollten

Prüfen Sie beim Quotenvergleich, ob ein Anbieter die Gebühr einkalkuliert — das erklärt mitunter kleine Quotenunterschiede. Seriöse Buchmacher aus unserem Vergleich gehen transparent mit der Wettgebühr um. Wie sich Boni und Gebühr zusammen auswirken, lesen Sie im Ratgeber zum Sportwetten Bonus.

Wettgebühr und Glücksspielabgabe — nicht dasselbe

Häufig werden zwei Dinge verwechselt: die Wettgebühr auf Sportwetten und die Glücksspielabgabe auf Casino-Spiele. Sportwetten fallen in Österreich nicht unter das Glücksspielmonopol des Bundes, sondern werden als Landessache über eine Wettlizenz der Bundesländer geregelt. Auf den Wetteinsatz wird die Gebühr von 2 % nach § 33 TP 17 GebG erhoben. Das eigentliche Glücksspiel — etwa Spielautomaten oder Roulette — unterliegt einer anderen, deutlich höheren Abgabe. Für Sie als Sportwettende ist ausschließlich die 2-%-Wettgebühr relevant; die Glücksspielabgabe spielt hier keine Rolle.

Österreich im Vergleich zu Deutschland

Der Unterschied zum deutschen Nachbarmarkt ist erheblich. Während in Deutschland seit Jahren eine Sportwettensteuer von 5 % auf den Einsatz gilt, sind es in Österreich nur 2 %. Bei 100 € Einsatz bedeutet das eine Abgabe von 2 € statt 5 €. Da viele Buchmacher die Gebühr ohnehin selbst tragen, profitieren österreichische Wettende doppelt: durch den niedrigeren Satz und dadurch, dass die Abgabe in der Praxis selten an sie weitergereicht wird. Indirekt kann sich das positiv auf die effektive Quote auswirken, weil der Anbieter weniger Abgaben einzupreisen hat.

Balkendiagramm: Wettgebühr auf 100 € Einsatz — Österreich 2 % (2,00 €) gegenüber Deutschland 5 % (5,00 €).
Bei 100 € Einsatz: 2 € Wettgebühr in Österreich gegenüber 5 € in Deutschland.
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Ein erweitertes Rechenbeispiel

Angenommen, Sie setzen über eine Saison verteilt insgesamt 2.000 € ein. Die Wettgebühr von 2 % beläuft sich damit rechnerisch auf 40 €. Trägt Ihr Anbieter die Gebühr selbst, bleibt Ihnen dieser Betrag vollständig erhalten. Zieht ein anderer Anbieter die 2 % vom Einsatz ab, fließen effektiv nur 1.960 € in Ihre Wetten. Über kleine Einzelbeträge fällt das kaum auf — über die Summe einer Saison ist der Unterschied jedoch greifbar. Genau deshalb lohnt es sich, vor der Anbieterwahl zu klären, wie mit der Gebühr verfahren wird.

Häufige Missverständnisse

  • „Ich muss die Wettsteuer selbst ans Finanzamt zahlen.“ Nein — die Gebührenschuld liegt beim Buchmacher, nicht bei Ihnen.
  • „Wettgewinne sind einkommensteuerpflichtig.“ Für private Wettende sind Gewinne in Österreich grundsätzlich nicht einkommensteuerpflichtig.
  • „Für Live-Wetten gilt ein anderer Satz.“ Nein — die 2 % gelten für jeden Einsatz, auch für Live-Wetten.

Dieser Ratgeber dient der Information und ersetzt keine Steuerberatung. Bei berufsmäßigem Wetten kann eine abweichende Beurteilung gelten; im Zweifel hilft eine fachkundige Beratung weiter.

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Häufige Fragen

FAQ
Wie hoch ist die Wettsteuer in Österreich?

In Österreich fällt eine Wettgebühr von 2 % auf den Wetteinsatz an. Rechtsgrundlage ist § 33 TP 17 des Gebührengesetzes (GebG). Anders als in Deutschland (5 %) ist der Satz in Österreich vergleichsweise niedrig.

Wer zahlt die Wettgebühr — Anbieter oder Wettender?

Rechtlich schuldet der Buchmacher die Gebühr. In der Praxis führen die meisten Anbieter sie selbst ab, ohne sie an die Wettenden weiterzugeben. Einzelne Anbieter ziehen die 2 % sichtbar vom Einsatz oder vom Gewinn ab — ein transparenter Anbieter weist das aus.

Wird die Wettsteuer vom Einsatz oder vom Gewinn abgezogen?

Das hängt vom Anbieter ab. Möglich ist ein Abzug vom Einsatz (die Gebühr verringert den effektiv gewetteten Betrag) oder vom Gewinn (die Quote wird faktisch leicht reduziert). Viele Buchmacher tragen die Gebühr aber vollständig selbst, sodass für Sie nichts abgezogen wird.

Gilt die Wettgebühr auch für Live-Wetten?

Ja. Die 2 % Wettgebühr bezieht sich auf jeden Wetteinsatz und damit auch auf Live-Wetten. Es gibt keine Sonderregelung für In-Play-Wetten.

Muss ich die Wettsteuer selbst ans Finanzamt zahlen?

Nein. Als Wettende müssen Sie nichts eigenständig abführen. Die Gebührenschuld liegt beim Buchmacher. Sie müssen sich um die steuerliche Abwicklung nicht kümmern.

Sind Wettgewinne in Österreich steuerpflichtig?

Für private Wettende sind Gewinne aus Sportwetten in Österreich grundsätzlich nicht einkommensteuerpflichtig. Die einzige relevante Abgabe ist die Wettgebühr von 2 % auf den Einsatz, die der Anbieter abwickelt. Bei berufsmäßigem Wetten kann eine andere Beurteilung gelten.

Wie unterscheidet sich die Wettsteuer von Deutschland?

In Deutschland beträgt die Sportwettensteuer 5 % auf den Einsatz, in Österreich nur 2 %. Österreichische Wettende profitieren damit von einer geringeren Abgabe, was sich indirekt positiv auf die effektive Quote auswirken kann.

Beeinflusst die Wettgebühr meine Quote?

Nur, wenn der Anbieter die Gebühr an Sie weitergibt. Trägt er sie selbst, bleibt Ihre Quote unverändert. Achten Sie beim Quotenvergleich darauf, ob ein Anbieter die Gebühr einkalkuliert — das erklärt mitunter kleine Unterschiede zwischen Buchmachern.

Woran erkenne ich einen transparenten Anbieter?

Ein seriöser Buchmacher informiert in den AGB oder im Wettschein klar darüber, ob und wie die Wettgebühr verrechnet wird. Fehlt jeder Hinweis, lohnt eine kurze Rückfrage beim Support. Unser Anbieter-Vergleich berücksichtigt Transparenz als Bewertungskriterium.

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